Meditationen
Ein Gedicht zur Jahreslosung 2007
VonManfred Günther, Pfarrer i.R.
Gott spricht:
Siehe, ich will ein Neues schaffen,
jetzt wächst es auf,
erkennt ihr's denn nicht?
Jes. 43,19a
Es ist in dieser
alten Welt ein Sehnen
nach jenem Tag,
an dem das Heil beginnt.
Und viele Fragen gibt
es unter denen,
die heut’ im Elend, arm
und friedlos sind:
Ist’s nicht genug?
Wann wird das Leiden enden
und wann wächst
endlich Gottes Frieden auf?
Hat ER die Erde
noch in seinen Händen,
bestimmt sein Wort,
sein Wille ihren Lauf? -
Es wird vielleicht
noch manches Jahr vergehen,
was weiß ein Mensch
von Gottes weitem Plan!?
Doch kann, wer Augen hat,
schon heute sehen:
Noch immer bricht sich
Gottes Schöpfung Bahn:
In kleinen Dingen,
Taten und Gedanken,
die aus der Liebe,
selbstlos sind und echt.
In Hilfe auch an
Schwachen und an Kranken,
in unsern Worten,
gütig und gerecht ...
Doch schafft Gott nur,
wo Menschen dies auch wollen
(weil uns sein Wille
niemals treibt und zwingt!).
Doch wo wir gerne wirken,
wie wir sollen,
ist Gott dabei
und Menschenwerk gelingt.
So hängt die Schöpfung
auch an unsern Taten
und ob wir tun,
was Gottes Wort uns heißt.
In seinem Segen
kann es wohl geraten,
in seiner Kraft,
die in die Zukunft weist.
Link: http://www.predigt-eichendorf.de/
geschrieben von Manfred Günther am 30.12.2006 um 18:43 Uhr.
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